Talsperre Wippra

Talsperrenbereich Süd
Lange Straße 125
06537 Kelbra
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Fax: 034651 / 38 215




Das Mansfelder Land wurde über Jahrhunderte geprägt durch den Kupferschieferbergbau sowie die Verhüttung des gewonnenen Erzes.

Der Bergbau und das Wasser stehen im Allgemeinen konträr zueinander. Das Wasser ist eigentlich der Feind des Bergmannes. Auf der anderen Seite ist das Wasser ein wichtiges Hilfselement für die Verhüttung von Erzen. Aus diesem Grund wurden im gesamten Gebiet des Harzes viele Kunstgewässer angelegt, die noch heute unsere Landschaft prägen. So auch im Fall der Talsperre Wippra, die im eigentlichen Sinne nur eine Vorsperre ist.

Die konstante Versorgung des damaligen Mansfeld-Kombinates mit Brauchwasser sollte über den Bau einer Talsperre abgesichert werden.

Anfang der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts begann die Planung, die mit dem Bau der Vorsperre von Februar 1951 bis November 1952 vorerst abgeschlossen wurde. Zum Bau der Hauptsperre kam es nicht mehr. Die Gründe liegen sicherlich im geringen Wasserverbrauch bei der Verhüttung.

Da die Talsperre Wippra nur eine geringe Hochwasser-Schutzwirkung hat, ist in Auswertung des Hochwassers im April 1994 die Errichtung eines „grünen Hochwasser-Rückhaltebeckens" oberhalb der Ortschaft Wippra Bestandteil der Hochwasser-Schutzkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt geworden. Die Vorplanungen liegen bereits vor. Mit der Errichtung soll aus heutiger Sicht 2005 begonnen werden.

Im Zuge der beginnenden Verwaltungsreform im Land Sachsen-Anhalt wurde die Talsperre Wippra zum 01.01.2002 dem Talsperrenbetrieb des Landes zugeordnet. Die Talsperre Wippra ist von den 31 Talsperren des Talsperrenbetriebes ein Anziehungspunkt in der Region.

Gestautes Gewässer: Wipper
nächstgelegene Stadt: Wippra
Zweck: Hochwasserschutz, Stromerzeugung
Sperrentyp: Gewichtsstaumauer
Bauzeit: 1951 - 1952
Stauraum: 2,0 Miom²
Höhe über Gründungssohle: 24,90 m
Baustoffe des Absperrbauwerks
Die Zuschlagstoffe wurden aus Diabaststeinbrüchen bei Königerode gewonnen.
Als Zement kam vorwiegend Portlandzement
zum Einsatz. Der Zementanteil betrug 210 kg/m³
im Innern des Sperrkörpers und im Bereich der
Sohle sowie der Maueraußenfläche 300 kg/m³.
Die Fugendichtung erfolgte mit Kupferblech.

Die Bauzeit von Februar 1951 bis November 1952
war für die damalige Nachkriegszeit bemerkenswert kurz.

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